Cytosin CAS:71-30-7
Cytosin ist eine Pyrimidinbase mit schwacher Alkalinität. Die Amino- und Carbonylgruppen in seiner Struktur können verschiedene chemische Reaktionen eingehen, wie z. B. Acylierung und Alkylierung der Aminogruppe sowie Kondensationsreaktionen der Carbonylgruppe. In vivo kann Cytosin Modifikationsreaktionen wie Methylierung erfahren und dadurch die Genexpression und -regulation beeinflussen.
| Schmelzpunkt | >300℃(lit.) |
| Siedepunkt | 208,2 °C (grobe Schätzung) |
| Dichte | 0,48 g/cm³ |
| Bilden | Kristallines Pulver |
| Verpackung | 25-kg-Sack |
Cytosin ist ein wichtiges Zwischenprodukt in Feinchemikalien, Pestiziden und Arzneimitteln und findet vielfältige Anwendung. Im Bereich der Pestizide wurde das erste neue Cytosin-Nukleosid-Peptid-Antibiotikum entdeckt. Es handelt sich um ein hochwirksames, wenig toxisches und rückstandsarmes Breitbandantibiotikum für die Landwirtschaft. In der Medizin dient Cytosin als Nukleinsäure und wird als antivirales Medikament eingesetzt, hauptsächlich zur Synthese von Anti-AIDS- und Anti-Hepatitis-B-Medikamenten wie Lamivudin sowie von Krebsmedikamenten wie Gemcitabin und 5-Fluorcytosin.
Medizinische Anwendung: Cytosin und seine Analoga besitzen einen gewissen medizinischen Nutzen. Beispielsweise sind einige Cytosin-Nukleosidanaloga wichtige antivirale und antitumorale Wirkstoffe, die das Wachstum und die Vermehrung von Viren oder Tumorzellen hemmen, indem sie in deren Nukleinsäurestoffwechsel eingreifen.
Im Bereich der Biotechnologie wird es häufig in molekularbiologischen Experimenten wie der DNA-Sequenzierung, dem Klonen von Genen und anderen Technologien als Rohmaterial für die Synthese von Oligonukleotid-Primern und -Sonden verwendet und ist daher von großer Bedeutung für die Generkennung und -analyse.


